Die bayerische Wirtschaft

Kapitel 14

Starkes Bayern in Berlin und Brüssel

Vie­le po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen wer­den nicht in Mün­chen, son­dern in Ber­lin und Brüs­sel ge­trof­fen. Da­mit Bay­ern wei­ter er­folg­reich bleibt, müs­sen auch dort die rich­ti­gen Wei­chen­stel­lun­gen vor­ge­nom­men wer­den. Bay­ern muss hier sei­nen Ein­fluss gel­tend ma­chen und sich für gu­te Rah­men­be­din­gun­gen für die Wirt­schaft ein­set­zen.

In der Bun­des­po­li­tik brau­chen wir wie­der mehr Wirt­schafts­po­li­tik statt So­zi­al­po­li­tik. Statt den Stand­ort fit für das nächs­te Jahr­zehnt zu ma­chen, hat der Ko­ali­ti­ons­ver­trag der gro­ßen Ko­ali­ti­on ei­ne deut­li­che Schief­la­ge zum So­zia­len. Da­bei gilt: Nur durch ei­ne Stär­kung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit kön­nen Wachs­tum, Wohl­stand und Ar­beits­plät­ze lang­fris­tig ge­si­chert wer­den. Was für Deutsch­land ins­ge­samt nö­tig ist, hat die vbw in ih­rer Agen­da für Deutsch­land dar­ge­legt.

Die baye­ri­sche Wirt­schaft be­kennt sich oh­ne Wenn und Aber zu Eu­ro­pa. Wir wol­len ein star­kes Bay­ern in ei­nem star­ken Eu­ro­pa. Ei­ne Ge­mein­schaft mit 500 Mil­lio­nen Men­schen hat in der Welt ein viel stär­ke­res Ge­wicht als ei­ne mit 80 Mil­lio­nen. Wir brau­chen ein bes­se­res Eu­ro­pa, das heißt aber nicht zwin­gend mehr Eu­ro­pa. 

Für Deutschland brauchen wir

Sta­bil fi­nan­zier­te so­zia­le Si­che­rungs­sys­te­me, da­mit die Bei­trä­ge trotz der de­mo­gra­fi­schen Ent­wick­lung nicht wei­ter stei­gen. Der Ge­samt­bei­trags­satz zur So­zi­al­ver­si­che­rung muss un­ter 40 Pro­zent ge­hal­ten wer­den.
 

Kei­ne zu­sätz­li­che Bü­ro­kra­tie und Be­las­tun­gen der Ar­beit­ge­ber beim Ar­beits­ein­satz.
 

Ein fle­xi­bles Ar­beits­recht, ins­be­son­de­re ei­ne fle­xi­ble­re Ver­tei­lung der Ar­beits­zeit – weg von ei­ner täg­li­chen hin zu ei­ner wö­chent­li­chen Be­trach­tung.
 

Ein en­er­gie­po­li­ti­sches Ge­samt­kon­zept, da­zu ge­hört auch die Ab­schaf­fung des Er­neu­er­ba­re-En­er­gi­en-Ge­set­zes.
 

Ein ein­fa­ches, wett­be­werbs­fä­hi­ges und leis­tungs­ge­rech­tes Steu­er­recht mit nied­ri­ger Steu­er­last für Un­ter­neh­men und Ar­beit­neh­mer.
 

Die Ein­füh­rung ei­ner steu­er­li­chen For­schungs­för­de­rung auf Bun­des­ebe­ne.
 

Den Ver­zicht auf Steu­er­er­hö­hun­gen.
 

Die Staats­quo­te darf 42 Pro­zent des BIP nicht über­stei­gen.
 

Wir brauchen ein Europa, das

Nach au­ßen ge­eint und stär­ker auf­tritt, et­wa bei den The­men Ver­tei­di­gung, Si­cher­heit, Mi­gra­ti­on und der Han­dels­po­li­tik, das nach in­nen aber das Sub­si­dia­ri­täts­prin­zip kon­se­quen­ter ver­folgt.

We­ni­ger bü­ro­kra­tisch ist.

We­der zu­sätz­li­che Steu­ern noch mehr Um­ver­tei­lung zu Las­ten Deutsch­lands zu­lässt

Die So­zi­al­po­li­tik als Sa­che der Mit­glieds­staa­ten be­trach­tet. Wir wen­den uns klar ge­gen ei­ne Stär­kung der So­zia­len Säu­le der EU.

Da­für sorgt, dass je­des Land für sei­ne Schul­den, sei­nen Ar­beits­markt und sei­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit selbst ver­ant­wort­lich ist – sonst ver­lässt sich je­der auf den an­de­ren, oh­ne selbst ak­tiv zu wer­den.

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