Die bayerische Wirtschaft

Kapitel 01

Top-Bildung gewährleisten

Das baye­ri­sche Bil­dungs­sys­tem ist gut auf­ge­stellt. Die Re­form­an­stren­gun­gen dür­fen aber den­noch nicht nach­las­sen. Es muss kon­ti­nu­ier­lich dar­an ge­ar­bei­tet wer­den, das Bil­dungs­sys­tem noch bes­ser zu ma­chen. Um im glo­ba­len Wett­be­werb zu be­ste­hen und das Ar­beits­kräf­te­po­ten­zi­al voll aus­zu­schöp­fen, brau­chen wir noch mehr Bil­dungs­qua­li­tät, mehr Bil­dungs­be­tei­li­gung und mehr Par­ti­zi­pa­ti­ons­ge­rech­tig­keit. Ziel muss es sein, je­des Ta­lent über al­le Bil­dungs­pha­sen hin­weg op­ti­mal zu för­dern. Denn Bil­dung ist der Schlüs­sel für in­di­vi­du­el­len, ge­sell­schaft­li­chen und wirt­schaft­li­chen Wohl­stand.

Die zu­neh­men­de Di­gi­ta­li­sie­rung al­ler Le­bens­be­rei­che stellt das Bil­dungs­sys­tem vor zu­sätz­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Es geht ins­be­son­de­re dar­um, Ler­nen­de da­bei zu un­ter­stüt­zen, di­gi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät zu ent­wi­ckeln und ei­ne in­for­ma­ti­ons­tech­ni­sche Grund­bil­dung zu er­lan­gen.

Deshalb brauchen wir

Ob­li­ga­to­ri­sche Sprach­stand­dia­gno­sen für je­des Kind zu Be­ginn der Kin­der­gar­ten­zeit, um in­di­vi­du­el­le För­der­plä­ne ent­wi­ckeln zu kön­nen.

Rhyth­mi­sier­te Ganz­tags­schu­len müs­sen als An­ge­bots­schu­len von der Grund­schu­le bis zum Gym­na­si­um flä­chen­de­ckend eta­bliert wer­den.

Die Op­ti­on, am neu­en neun­jäh­ri­gen Gym­na­si­um das Ab­itur auch in acht Jah­ren ab­le­gen zu kön­nen, soll kei­ne Aus­nah­me blei­ben, son­dern flä­chen­de­ckend an­ge­bo­ten wer­den.

Ei­ne früh­zei­ti­ge und kon­ti­nu­ier­li­che ta­lent- und ar­beits­markt­be­zo­ge­ne Be­rufs- und Stu­di­en­ori­en­tie­rung muss in al­len wei­ter­füh­ren­den Schu­len um­ge­setzt wer­den.

Di­gi­ta­le Bil­dung muss zu ei­nem zen­tra­len Ele­ment in Lehr- und Lern­pro­zes­sen über al­le Bil­dungs­pha­sen hin­weg wer­den.

Die di­gi­ta­le In­fra­struk­tur muss mas­siv aus­ge­baut wer­den – von leis­tungs­fä­hi­gen In­ter­net­zu­gän­gen und mo­bi­len End­ge­rä­ten bis zu ech­ten di­gi­ta­len Klas­sen­zim­mern.

In der Aus­ und Wei­ter­bil­dung der Leh­ren­den muss ein deut­li­cher Schwer­ punkt auf das di­gi­ta­le Leh­ren und Ler­nen ge­legt wer­den.

Es muss ein flä­chen­de­cken­des tech­ni­sches und me­di­en­pädago­gi­sches Un­ter­stüt­zungs­an­ge­bot für al­le Bil­dungs­ein­rich­tun­gen eta­bliert wer­den.

Die be­ruf­li­che Bil­dung ist wei­ter zu stär­ken. Da­bei darf die be­ruf­li­che je­doch nicht ge­gen die aka­de­mi­sche Bil­dung aus­ge­spielt wer­den. Im Rah­men der Be­rufs­ und Stu­di­en­ori­en­tie­rung müs­sen bei­de We­ge gleich­wer­tig auf­ge­zeigt wer­den.

Ei­ne di­gi­ta­le Grund­aus­bil­dung ist auch an den Hoch­schu­len un­er­läss­lich – ge­ra­de auch in sol­chen Stu­di­en­gän­gen, die nicht di­rekt dem IT­ und In­for­ma­tik­be­reich zu­zu­ord­nen sind.

Die Wei­ter­bil­dungs­be­reit­schaft und -­be­tei­li­gung muss wei­ter er­höht wer­den.

Fakten

Publikationen

01
Bildung
02
Digitalisierung
03
Forschung
04
Fachkräfte
05
Mobilität
06
Energie + Klima
07
Wohnraum
08
Zusammenarbeit
09
Bayerns Potenziale
10
Wachstum
11
Finanzpolitik
12
Sicherheit
13
Flüchtlinge
14
Berlin + Brüssel