Die bayerische Wirtschaft

Kapitel 04

Fachkräfte gewinnen

Die baye­ri­sche Wirt­schaft wird ih­re Spit­zen­po­si­ti­on nur dann hal­ten, wenn es den Un­ter­neh­men auch künf­tig ge­lingt, ih­ren Per­so­nal­be­darf zu de­cken.

Al­ler­dings zeich­nen sich in al­len Lan­des­tei­len Bay­erns zu­neh­mend Fach­kräf­teen­g­päs­se ab, die al­le Bran­chen und Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veaus be­tref­fen. Um die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Un­ter­neh­men und das ho­he Wohl­stands­ni­veau zu hal­ten, gilt es, die Fach­kräf­te­si­che­rung mit höchs­ter Prio­ri­tät zu ver­fol­gen.

Po­li­tik und Wirt­schaft müs­sen ge­mein­sam an ei­nem Strang zie­hen, um bis­lang un­ge­nutz­te Ar­beits­markt­po­ten­zia­le zu ak­ti­vie­ren und so dem Fach­kräf­te­man­gel ge­zielt zu be­geg­nen. In den Fo­kus rü­cken ins­be­son­de­re Ju­gend­li­che mit För­der­be­darf, Lang­zeit­ar­beits­lo­se, Frau­en und Äl­te­re. 

Deshalb brauchen wir

Ein in­te­grier­tes Ge­samt­kon­zept für die Fach­kräf­te­si­che­rung

Lang­zeit­ar­beits­lo­se und Ju­gend­li­che oh­ne Aus­bil­dungs- und Be­rufs­per­spek­ti­ve müs­sen ge­zielt ge­för­dert wer­den, um fit für den Ar­beits­markt ge­macht zu wer­den

Die In­te­gra­ti­on in den ers­ten Ar­beits­markt muss hier­bei ab­so­lu­te Prio­ri­tät ge­nie­ßen. So­lan­ge am ers­ten Ar­beits­markt Fach­kräf­te feh­len, wirkt ein zwei­ter Ar­beits­markt kon­tra­pro­duk­tiv

Teil­qua­li­fi­zie­run­gen sind ein be­währ­tes In­stru­ment für An- und Un­ge­lern­te und soll­ten wei­ter ge­för­dert und flä­chen­de­ckend zum Ein­satz ge­bracht wer­den

Um die Er­werbs­be­tei­li­gung von Frau­en wei­ter zu er­hö­hen und Frau­en in Teil­zeit die Mög­lich­keit zu ge­ben, ih­re Ar­beits­zeit aus­zu­wei­ten, muss der qua­li­ta­ti­ve und quan­ti­ta­ti­ve Aus­bau von Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen, Ganz­tags­schu­len und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen wei­ter vor­an­ge­trie­ben wer­den

Die Po­ten­zia­le Äl­te­rer am Ar­beits­markt kön­nen noch kon­se­quen­ter als bis­lang ge­nutzt wer­den. Es gilt, bei Un­ter­neh­men so­wie Äl­te­ren für ei­ne Be­schäf­ti­gung zu wer­ben und beim Wie­der­ein­stieg zu un­ter­stüt­zen

Um Äl­te­re mög­lichst lan­ge im Job zu hal­ten, sind ne­ben Wei­ter­bil­dungs­an­stren­gun­gen auch Maß­nah­men zur ad­äqua­ten Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on und zum be­trieb­li­chen Ge­sund­heits­ma­nage­ment ziel­füh­ren­de An­sät­ze

Men­schen mit Be­hin­de­run­gen müs­sen stär­ker als bis­lang in Aus­bil­dung und Be­schäf­ti­gung ge­bracht bzw. ge­hal­ten wer­den

Ne­ben der Aus­schöp­fung al­ler hei­mi­schen Po­ten­zia­le brau­chen wir zur Fach­kräf­te­si­che­rung ei­ne ge­steu­er­te und ar­beits­markt­ori­en­tier­te Zu­wan­de­rung

Fakten

Publikationen

01
Bildung
02
Digitalisierung
03
Forschung
04
Fachkräfte
05
Mobilität
06
Energie + Klima
07
Wohnraum
08
Zusammenarbeit
09
Bayerns Potenziale
10
Wachstum
11
Finanzpolitik
12
Sicherheit
13
Flüchtlinge
14
Berlin + Brüssel