Die bayerische Wirtschaft

Kapitel 03

Forschung intensivieren

In­no­va­tio­nen her­vor­brin­gen und in Wert­schöp­fung am Stand­ort um­set­zen – dar­auf be­ruht seit je­her ein gro­ßer Teil un­se­res wirt­schaft­li­chen Er­folgs und un­se­res Wohl­stands in Bay­ern. An­ge­sichts ho­her En­er­gie- und Ar­beits­kos­ten, ei­ner glo­ba­li­sier­ten Wirt­schaft mit in­ter­na­tio­na­len Wert­schöp­fungs­ket­ten und der vor­an­schrei­ten­den di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on wird die Fä­hig­keit, neue tech­no­lo­gi­scher Lö­sun­gen in Wachs­tum um­zu­set­zen im­mer wich­ti­ger.

Un­se­re ex­zel­len­ten Hoch­schu­len und au­ßer- uni­ver­si­tä­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen, die star­ke, in­ter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hi­ge und zu­kunfts­ori­en­tier­te Wirt­schaft am Stand­ort so­wie ei­ne leb­haf­te Grün­der­sze­ne kön­nen welt­weit in der Cham­pi­ons Le­ague mit­spie­len. Bei den For­schungs­in­ves­ti­tio­nen be­steht da­ge­gen noch Luft nach oben. Heu­te wer­den im Frei­staat 3,2 Pro­zent des BIP in For­schung und Ent­wick­lung in­ves­tiert, der An­teil des Staa­tes liegt bei ca. 0,3 Pro­zent. Da­mit lie­gen wir im Bun­des­ver­gleich auf Platz vier – un­ser An­spruch ist Platz eins. 

Bay­ern ist in Sa­chen For­schung heu­te gut auf­ge­stellt. Gut ist aber nicht gut ge­nug, um Wachs­tum, Be­schäf­ti­gung und Wohl­stand lang­fris­tig zu ge­währ­leis­ten: Wir müs­sen drei Plät­ze gut­ma­chen, Spit­zen­stand­ort in Deutsch­land wer­den und ei­ne der füh­ren­den In­no­va­ti­ons­re­gio­nen in der Welt. Da­bei müs­sen vor­han­de­ne Stär­ken wei­ter­ent­wi­ckelt und neue Märk­te er­schlos­sen wer­den. Leit­ge­dan­ke ist, dass For­schungs­er­geb­nis­se und In­no­va­tio­nen am Stand­ort Bay­ern kon­se­quent um­ge­setzt und wirt­schaft­lich ver­wer­tet wer­den. 

Deshalb brauchen wir

Ei­ne di­gi­ta­le Land­kar­te des For­schungs- und In­no­va­ti­ons­stand­orts Bay­ern, der al­le Ein­rich­tun­gen mit ih­ren Schwer­punk­ten und ak­tu­el­len Pro­jek­ten sicht­bar macht.

Ei­nen leis­tungs­fä­hi­gen Tech­no­lo­gie- und Wis­sens­trans­fer ins­be­son­de­re in den Mit­tel­stand, da­mit For­schungs­er­geb­nis­se (schnel­ler) ih­ren Weg in die markt­li­che Ver­wer­tung fin­den, und ei­nen noch in­ten­si­ve­ren Dia­log zwi­schen Wirt­schaft und Wis­sen­schaft.

Ei­ne mo­de­ra­te Er­hö­hung des staat­li­chen For­schungs­etats und ei­ne Neu­aus­rich­tung der Tech­no­lo­gie­po­li­tik.

Neue An­rei­ze für un­ter­neh­mens­in­ter­ne In­ves­ti­tio­nen in F+E.

Ei­ne Stär­kung der Grün­der­sze­ne, ins­be­son­de­re über ei­ne bes­se­re Ver­net­zung mit eta­blier­ten Un­ter­neh­men, den leich­te­ren Zu­gang zu Wag­nis­ka­pi­tal und ei­ne Er­hö­hung der Sicht­bar­keit baye­ri­scher Start-Ups über die Schaf­fung ei­ner neu­en zen­tra­len Platt­form.

Ei­ne Fo­kus­sie­rung auf Bay­erns Zu­kunfts­tech­no­lo­gi­en, bei­spiels­wei­se die En­er­gie- und Mo­bi­li­täts­tech­no­lo­gi­en so­wie Na­no­tech­no­lo­gi­en und neue Ma­te­ria­li­en.

Neue Leucht­tür­me: Kom­pe­tenz­zen­tren (z. B. für künst­li­che In­tel­li­genz) und Of­fen­si­ven (z. B. Cy­ber-Si­cher­heit) auf den ent­schei­den­den Zu­kunfts­fel­dern

Die För­de­rung des Grün­der­geis­tes in Hoch­schu­len und For­schungs­ein­rich­tun­gen, zum Bei­spiel durch ei­ne Er­leich­te­rung des (Per­so­nal-)Aus­tau­sches mit der In­dus­trie, Frei­se­mes­ter für Grün­dungs­ak­ti­vi­tä­ten und En­tre­pre­neurship-Kur­se.

Ei­nen in­no­va­ti­ons­freund­li­chen Rechts­rah­men auf na­tio­na­ler und in­ter­na­tio­na­ler Ebe­ne, für den sich der Frei­staat stark macht.

Fakten

Publikationen

01
Bildung
02
Digitalisierung
03
Forschung
04
Fachkräfte
05
Mobilität
06
Energie + Klima
07
Wohnraum
08
Zusammenarbeit
09
Bayerns Potenziale
10
Wachstum
11
Finanzpolitik
12
Sicherheit
13
Flüchtlinge
14
Berlin + Brüssel