Die bayerische Wirtschaft

Kapitel 10

Wachstum und Lebensqualität fördern

Ei­ne in­tak­te Um­welt ist un­ver­zicht­ba­re Ba­sis für ho­he Le­bens­qua­li­tät und für er­folg­rei­ches Wirt­schaf­ten. An­for­de­run­gen zum Um­welt­schutz be­rüh­ren im­mer auch wirt­schaft­li­che As­pek­te. Die Be­lan­ge des Um­welt­schut­zes und der Wirt­schaft sind des­halb ge­gen­ein­an­der ab­zu­wä­gen und grund­sätz­lich gleich­ran­gig zu be­rück­sich­ti­gen. Al­ler­dings: Wirt­schaft­li­cher Er­folg und Um­welt­schutz sind kein Wi­der­spruch. Gleich­zei­tig gilt aber auch: Um­welt­schutz müs­sen wir uns leis­ten kön­nen. Das gilt auch für die Flä­chen­po­li­tik.

Ein ak­tu­el­les Volks­be­geh­ren stellt die­se ab­wä­gen­de Po­li­tik in Fra­ge und will statt­des­sen neue Flä­chen­ver­wen­dun­gen hart be­gren­zen – sei es für das Woh­nen, für die Wirt­schaft, für Schu­len, Kin­der­gär­ten und an­de­re In­fra­struk­tu­ren – un­ge­ach­tet der da­mit ver­bun­de­nen Fol­gen. Das ist der fal­sche Weg. Die Zie­le des Volks­be­geh­rens ste­hen zu­dem der Not­wen­dig­keit, neu­en Wohn­raum zu schaf­fen ent­ge­gen.

In der Ver­brau­cher­po­li­tik be­steht die Her­aus­for­de­rung dar­in, den Wett­be­werb um die bes­ten Pro­duk­te zu ge­währ­leis­ten und die freie Kauf­ent­schei­dung der Ver­brau­cher so­wie die Pro­dukt­viel­falt zu för­dern.
 

Deshalb brauchen wir

Eine moderne Flächenpolitik, die sich an den folgenden Leitlinien orientiert:

Mit Flä­chen muss mög­lichst sorg­sam um­ge­gan­gen wer­den.

Der Blick auf die Flä­chen­po­li­tik muss wirt­schaft­li­chen, öko­lo­gi­schen, so­zia­len und kul­tur­land­schaft­li­chen Qua­li­tä­ten glei­cher­ma­ßen be­rück­sich­ti­gen.

Es müs­sen die ne­ga­ti­ven Fol­gen von Bau­lan­d­ent­zug und zu ho­her Ver­dich­tung be­rück­sich­tigt wer­den.
 

Pla­nungs­recht­li­che und bau­li­che Mög­lich­kei­ten zum spar­sa­men Um­gang mit Flä­chen müs­sen kon­se­quen­ter aus­ge­schöpft und ge­stärkt wer­den.
 

Die durch das Aus­gleichs­flä­chen­sys­tem be­ding­te Be­las­tung der Land­wirt­schaft muss ein­ge­dämmt wer­den.
 

Preis­stei­gern­de Ef­fek­te am Woh­nungs­markt müs­sen ver­mie­den wer­den.
 

Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven des länd­li­chen Raums müs­sen be­wahrt wer­den.

Einen Umwelt- und Verbraucherschutz mit Maß und Mitte, der

Öko­no­mi­sche und öko­lo­gi­sche In­ter­es­sen an­ge­mes­sen aus­gleicht und die un­ter­neh­me­ri­sche Ei­gen­ver­ant­wor­tung stärkt.

Un­nö­ti­ges Ver­wal­tungs­han­deln ver­mei­det und die in­ter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit der baye­ri­schen Un­ter­neh­men als we­sent­li­ches Kri­te­ri­um be­ach­tet.

Mo­der­ner Ver­brau­cher­schutz muss von ei­nem mün­di­gen, nicht ei­nem „er­zie­hungs­be­dürf­ti­gen“ Ver­brau­cher aus­ge­hen.

Dem Ver­brau­cher ist Ori­en­tie­rung für sei­ne Ent­schei­dun­gen zu ge­ben. Dies er­folgt durch die Viel­zahl von In­for­ma­ti­ons­quel­len. Die Ent­schei­dung muss er als mün­di­ger Markt­teil­neh­mer schluss­end­lich ei­gen­ver­ant­wort­lich fäl­len.

Es darf kein Vor­sor­ge­prin­zip im Sin­ne von „Null-Ri­si­ko“ ge­ben, da dies auch „Null-Chan­cen“ be­deu­tet.

Fakten

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