Die bayerische Wirtschaft

Kapitel 07

Wohnraum schaffen

Auf dem baye­ri­schen Woh­nungs­markt über­steigt die Nach­fra­ge das An­ge­bot bei wei­tem. Der Bau­markt lei­det an all­zu kom­ple­xen und lang­wie­ri­gen Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren, Pro­zes­sen und Bau­prak­ti­ken. Die­se ver­zö­gern den not­wen­di­gen Zu­bau von Woh­nun­gen und da­zu­ge­hö­ri­ger In­fra­struk­tur er­heb­lich.
 

Deshalb brauchen wir

Schnel­le­re Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren: Et­wa durch Er­leich­te­run­gen für das Bau­en im Au­ßen­be­reich, die Lo­cke­rung der Ober­gren­zen für das Maß der bau­li­chen Nut­zung, zeit­lich be­fris­te­te Be­schrän­kung bau­recht­li­cher Kla­ge­mög­lich­kei­ten, Typ­ge­neh­mi­gun­gen, all­ge­mei­ne bau­recht­li­che Zu­las­sun­gen, Ge­neh­mi­gungs- und Zu­stim­mungs­fik­ti­on nach Ab­lauf ge­setz­ter Fris­ten und par­al­le­le Pro­jekt­be­ar­bei­tung im Stern­ver­fah­ren bei Be­tei­li­gung meh­re­rer Be­hör­den.

Auf Ef­fi­zi­enz aus­ge­rich­te­te Pla­nungs­ver­fah­ren: Durch op­ti­ma­le Nut­zung von Ver­dich­tungs­mög­lich­kei­ten, früh­zei­ti­ge Be­rück­sich­ti­gung von Mo­bi­li­täts­as­pek­ten und pla­ne­ri­sche Er­mög­li­chung ein­fa­cher Bau­wei­sen.

Bes­se­re Mög­lich­kei­ten zur Nach­ver­dich­tung: Durch Be­gren­zung von Ab­stands­flä­chen auf all­ge­mein 40 Pro­zent der Ge­bäu­de­hö­he – was heu­te nur im Aus­nah­me­fall ge­stat­tet ist – bzw. auf Min­dest­ab­stän­de zwi­schen bau­li­chen An­la­gen von 2,5 statt heu­te drei Me­tern.

Die Nut­zung di­gi­ta­ler Mög­lich­kei­ten, um Pro­zes­se ein­fa­cher und schnel­ler zu ge­stal­ten: Von der Um­stel­lung all­täg­li­cher Pro­zes­se wie der Ge­neh­mi­gung der Geh­weg­nut­zung für Bau­stel­len auf schnel­le pa­pier­lo­se Ver­fah­ren bis zum Buil­ding In­for­ma­ti­on Mo­de­ling (BIM) als um­fas­sen­der Lö­sung für den Bau. Der Staat muss BIM zum Stan­dard für al­le ei­ge­nen Bau­ten ma­chen und Pi­lot­pro­jek­te für KMU auf­le­gen.

Den Ab­bau von An­for­de­run­gen in Ver­fah­ren und Stan­dards so­wie bei pla­ne­ri­schen Auf­la­gen: be­ste­hen­de und neue Vor­ga­ben, Nor­men und Mo­dell­ver­fah­ren müs­sen kon­se­quent auf Wirt­schaft­lich­keit über­prüft und ggf. dar­auf­hin an­ge­passt wer­den.

Den Ein­satz auf schnel­les und kos­ten­güns­ti­ges Bau­en aus­ge­rich­te­ter Mög­lich­kei­ten von Ver­ga­be­ver­fah­ren: zur Wahl ste­hen et­wa die Zu­sam­men­fas­sung von Ein­zel­ge­wer­ken, die Ge­ne­ral­un­ter­neh­mer-Ver­ga­be, die Zu­läs­sig­keit von Ne­ben- und Son­der­an­ge­bo­ten, De­sign- und Build-Ver­trä­ge so­wie PPP-Pro­jek­te.

Den Ein­satz der mit se­ri­el­ler Fer­ti­gung ver­bun­de­nen Ef­fi­zi­enz­vor­tei­le.

Fakten

01
Bildung
02
Digitalisierung
03
Forschung
04
Fachkräfte
05
Mobilität
06
Energie + Klima
07
Wohnraum
08
Zusammenarbeit
09
Bayerns Potenziale
10
Wachstum
11
Finanzpolitik
12
Sicherheit
13
Flüchtlinge
14
Berlin + Brüssel